Wenn die Hitze kommt – So schützen Sie Ihr Tier im Sommer
- Samonina

- 21. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Hohe Temperaturen sind nicht nur für Menschen belastend – auch Hunde, Katzen und Heimtiere leiden unter der Hitze. Während wir uns mit einem kühlen Getränk oder einem Schatten erfrischen können, sind unsere Vierbeiner oft schutzloser ausgeliefert. Der gefährlichste Feind im Sommer ist der Hitzschlag – und er kann schneller eintreten als viele denken.

Warum ist Hitze für Tiere so gefährlich?
Tiere regulieren ihre Körpertemperatur anders als Menschen. Hunde und Katzen schwitzen kaum über die Haut – sie kühlen sich hauptsächlich durch Hecheln ab. Dieser Mechanismus stößt bei extremer Hitze schnell an seine Grenzen. Besonders gefährdet sind:
Kurzschnäuzige Rassen wie Bulldoggen, Möpse oder Perserkatzen, da ihre Atemwege anatomisch eingeschränkt sind
Ältere Tiere mit eingeschränkter Kreislaufregulation
Übergewichtige Tiere, die generell schlechter mit Hitze umgehen
Jungtiere, deren Temperaturregulation noch nicht vollständig ausgereift ist
Heimtiere wie Kaninchen und Meerschweinchen, die sehr hitzeempfindlich sind
Warnsignale, die Sie kennen sollten
Ein Hitzschlag entwickelt sich oft rasch und ist ein medizinischer Notfall. Achten Sie auf folgende Anzeichen:
Starkes, unkontrolliertes Hecheln
Speichelfluss, gerötete Schleimhäute
Taumeln, Orientierungslosigkeit oder Kollaps
Erbrechen oder Durchfall
Bewusstlosigkeit
Wenn Sie diese Zeichen bei Ihrem Tier beobachten, handeln Sie sofort und kontaktieren Sie uns umgehend. Ein Hitzschlag kann innerhalb kürzester Zeit lebensbedrohlich werden.
Was können Sie präventiv tun?
Es gibt einige allgemeine Maßnahmen, die in der Regel sinnvoll sind – dennoch gilt: Jedes Tier ist individuell, und was für eines gut funktioniert, kann für ein anderes ungeeignet sein.
Schatten und kühle Rückzugsorte sicherstellen – drinnen wie draußen
Frisches Wasser immer und in ausreichender Menge bereitstellen
Spaziergänge in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen
Niemals ein Tier im parkenden Auto zurücklassen – auch nicht kurz
Lüftung in Heimtiergehegen sicherstellen, direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
Kühlmatten, feuchte Tücher oder Ventilator – je nach Tier und Situation hilfreich
Wichtig: Kühlen Sie ein überhitztes Tier niemals mit eiskaltem Wasser – das kann einen Kreislaufschock auslösen. Wie Sie im Notfall richtig handeln und welche Maßnahmen für Ihr Tier individuell geeignet sind, besprechen Sie am besten vorab mit uns.
Besondere Risiken im Alltag
Neben dem klassischen Hitzschlag gibt es weitere sommerliche Gefahren, die oft unterschätzt werden:
Heißer Asphalt: Dieser kann sich auf bis zu 60–70 Grad erhitzen und Pfoten innerhalb von Sekunden verbrennen. Der einfache Test: Legen Sie Ihre Handfläche für fünf Sekunden auf den Boden – ist es zu heiß für Sie, ist es zu heiß für Ihren Hund.
Sonnenbrand: Helle oder kurzhaarige Tiere sowie unbehaarte Stellen wie Ohrenspitzen oder Nasenrücken können einen Sonnenbrand bekommen.
Giftige Pflanzen und Algen: Im Sommer blühen viele Gartenpflanzen, die für Tiere giftig sein können. Auch Blaualgen in stehenden Gewässern sind eine ernste Gefahr.
Unser Tipp: Bereiten Sie sich vor
Sprechen Sie mit uns bereits vor der heißen Jahreszeit, wenn Ihr Tier zu einer Risikogruppe gehört oder Sie unsicher sind, wie Sie im Sommer am besten vorsorgen. Wir helfen Ihnen dabei, gezielt und individuell zu planen – damit Ihr Tier den Sommer sicher und beschwerdefrei genießen kann.
Haben Sie Fragen zur Sommerfürsorge für Ihr Tier? Wir sind für Sie da.
Ihre Tierarztpraxis Samonina

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