Die Zecken kommen – so schützen Sie Ihr Tier
- Samonina

- 20. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Frühling und Sommer bedeuten für viele Tierhalterinnen und Tierhalter eines: Zeckensaison. Doch wer denkt, Zecken seien nur in den warmen Monaten ein Thema, irrt sich. Bereits ab Temperaturen von rund 7–8 Grad Celsius werden die kleinen Parasiten aktiv – und das kann in milden Wintern bereits im Februar oder März der Fall sein. Höchste Zeit also, sich und sein Tier rechtzeitig zu wappnen.

Warum sind Zecken gefährlich?
Zecken sind weit mehr als ein unangenehmer Begleiter beim Spaziergang. Sie können ernstzunehmende Krankheiten übertragen, die das Leben Ihres Tieres nachhaltig beeinträchtigen können. Die bekanntesten und häufigsten Erkrankungen in Deutschland sind:
Borreliose: Eine bakterielle Infektionskrankheit, die Gelenke, Nervensystem und innere Organe befallen kann. Häufig schleichend und erst spät erkannt.
Anaplasmose: Eine Erkrankung der weißen Blutkörperchen, die Fieber, Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit verursacht.
Babesiose (Hundemalaria): Eine gefährliche Erkrankung der roten Blutkörperchen, die ohne schnelle Behandlung lebensbedrohlich werden kann.
Ehrlichiose: Bakterielle Infektionskrankheit. Bei Hunden wird sie durch das Bakterium Ehrlichia canis ausgelöst und ist vor allem im Mittelmeerraum verbreitet. Übertragen wird diese Krankheit durch die Braune Hundezecke.
Wo lauern Zecken?
Zecken lieben feuchte, schattige Umgebungen mit dichter Vegetation. Besonders häufig anzutreffen sind sie:
Im hohen Gras und Unterholz
An Waldrändern und in Gebüschen
In Gärten und Parks
Entlang von Wegen und Pfaden
Der Mythos, dass Zecken aus Bäumen fallen, hält sich hartnäckig – stimmt aber nicht. Zecken warten auf Grashalmen und Büschen in einer Höhe von wenigen Zentimetern bis etwa einem Meter auf vorbeistreifende Wirte.
Was tun nach dem Spaziergang?
Regelmäßiges Absuchen nach dem Spaziergang ist die einfachste und wichtigste Maßnahme. Achten Sie besonders auf:
Ohren und Ohrmuscheln
Achseln und Leistengegend
Zwischen den Zehen
Kopf und Halsbereich
Bauch und Innenschenkel
Wird eine Zecke gefunden, sollte sie so schnell wie möglich mit einer Zeckenzange oder einem Zeckenhaken entfernt werden – möglichst nah an der Haut, ohne zu drehen oder zu quetschen. Anschließend die Einstichstelle gut beobachten und bei Veränderungen oder Verhaltensauffälligkeiten Ihres Tieres zeitnah tierärztlichen Rat einholen.
Welche Schutzmöglichkeiten gibt es?
Neben dem regelmäßigen Absuchen gibt es verschiedene Methoden, um Ihr Tier vor Zecken zu schützen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen folgenden Kategorien:
Spot-on-Präparate: Auf die Haut aufgetragene Mittel, die Zecken abtöten oder abwehren.
Halsbänder: Wirkstoffe, die kontinuierlich über das Fell abgegeben werden.
Tabletten: Oral verabreichte Mittel, die systemisch wirken und Zecken nach dem Biss abtöten.
Wichtig: Welche Methode für Ihr Tier am besten geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab – Tierart, Alter, Gewicht, Gesundheitszustand und Lebensumfeld spielen eine entscheidende Rolle. Sprechen Sie daher unbedingt mit uns, bevor Sie ein Schutzmittel einsetzen. Wir beraten Sie individuell und finden gemeinsam die passende Lösung für Ihr Tier.
Unser Tipp: Früh starten, konsequent bleiben
Zeckenschutz ist kein einmaliges Thema, sondern eine kontinuierliche Aufgabe. Beginnen Sie rechtzeitig vor der Saison und halten Sie den Schutz konsequent aufrecht – auch an vermeintlich sicheren Tagen. Kombinieren Sie immer mehrere Maßnahmen: Prävention, regelmäßiges Absuchen und tierärztliche Begleitung.
Sie haben Fragen zum Zeckenschutz für Ihren Hund, Ihre Katze oder Ihr Heimtier? Sprechen Sie uns an – wir sind für Sie da.
Ihre Tierarztpraxis Samonina

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